Trage ein leichtes Notizheft und sammle konkrete Beobachtungen: Formen, Geräusche, Worte auf Plakaten. Ergänze drei offene Fragen, die aus dem Spaziergang erwachsen. Offene Fragen sind wie kleine Brücken in die Zukunft; sie laden zu weiteren Gängen ein. Mit der Zeit entsteht ein Faden, der dich zuverlässig wieder hinauszieht, selbst wenn der Alltag kurz laut wird oder deine Motivation einmal schwankt.
Beschränkung fördert Kreativität. Fotografiere nur in Schwarzweiß, nur Türen, nur Dinge in Augenhöhe oder ausschließlich Spiegelungen. Lege eine Zahl fest, etwa sieben Motive pro Runde. Danach schreibe eine Bildunterschrift pro Foto, egal wie kurz. Diese Mischung aus Klarheit und Freiheit bringt überraschende Serien hervor und schärft deinen Blick für Strukturen, die sonst im Rauschen untergehen würden.